Brauereiboss Schneider zertrümmert das Goldene Kalb
Es war ein hochsommerlicher Abend im Weissen Bräuhaus in
München. Gleissende Scheinwerfer haben
zusätzlich für eine brütende Hitze gesorgt. Georg VI Schneider, Chef der
gleichnamigen Weissbierbrauerei hatte 1500 Gäste zu seiner Vernissage "Fantasie
schlägt Krise“ eingeladen.
Viele Gäste sind auf die Strasse geflüchtet, um
etwas Abkühlung zu finden. Auf zwei grossen Bildschirmen konnten alle das
Geschehen im Lokal verfolgen. Schneider stellte seine 7 Thesen zum
wirtschaftlichen Aufbruch vor.
1. Lernen statt Lamentieren
2. Keinen Steuer-Euro an Finanz-Haie
3. Wer entscheiden will soll haften
4. Die Zeit ist reif für einen Neuanfang
5. Mehr Fantasie statt Normen
6. Mut zum eigenen Geschmack
7. Glück ist mehr wert als Geld
An die Gäste wurden Handzettel mit den Thesen zur Abstimmung
verteilt
Höhepunkt und Provokation gleichzeitig: Der Brauer
zerschlägt ein goldenes Kalb in Lebensgrösse, Symbol für die Gier nach dem schnellen
Geld.
Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg kam etwas später, er wurde von den Gästen mit frenetischem
Beifall empfangen, Karl Theodor Superstar.
Guttenberg: „Viele sagen dies sei ein riesiger PR-Gag. Ich
kann nur sagen Na und, dafür braucht er wenigstens keine Steuergelder“.
Guttenberg nutze die Gunst der Stunde für eine kleine Wahlkampfrede, wobei
viele Gäste waren der Meinung „er ist wohl nicht in Hochform heute“. Kein Wunder bei über
50 Grad Hitze im Raum.
Zum Abschluss meinte er: „Münchner Kultur ist eine
Bereicherung für Berlin“.